Auswertung:

Die Beurteilung kann nicht unabhängig vom städtebaulichen Kontext bzw. Entwurf erfolgen. Daher ist sowohl Erfahrung mit den Untersuchungswerkzeugen und den damit ermittelten Kennwerten, als auch im städtebaulichen Entwerfen notwendig. Wir lehnen absolute Festlegungen zu solarenergetischen Kennwerten ab, sondern entwickeln aufgabenbezogen ein Bewertungsystem, das auch die städtebaulichen Anforderungen und die räumlichen Qualitäten der Entwürfe/Planungen in die Wertung miteinbezieht.

Solarer Städtebau in der kompakten Stadt:

Eine besondere Bedeutung bekommt der solare Städtebau in der Planung dichter städtischer Bebauungen. Die Wohnqualität eines Quartiers oder einer Wohnbebauung hängt hier entscheidend von der erzielbaren Besonnungsqualität der Wohneinheiten ab. Weil eine optimale Besonnung i.d.R. nicht erreicht werden kann, verlagert sich die Zielsetzung von einer Optimierung der Solarkennwerte des gesamten Gebiets auf die Vermeidung von Wohnlagen mit besonders ungünstigen Kennwerten. Häufig sind die Anforderungen an die Besonnung der Wohnungen in Problemlagen (Erdgeschoss, Ecksituationen, enge Gebäudeabstände) kritischer als die energetischen Aspekte (Potentiale der passiven und aktiven Solarnutzung).
Gute Lösungen erfordern viel "Fingerspitzengefühl", weil ein Ausgleich zwischen den solar-technischen Aspekten (Besonnungsqualität, Solarkennwerte) mit den städtebaulich-räumlichen Aspekten (Raumbildung, Lärmschutz, Nutzungskonzepte) gefunden werden muss.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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