Das Konzept ist ehrgeizig und interessant: Es geht nicht um die Optimierung von Teilbereichen, sondern um ein Gesamtkonzept, bei dem offen bleibt, wie jeder Einzelne mit "seinen 2000 Watt" umgeht und wo er Prioritäten setzt.Nur eine Kombination der drei Strategien führt zum Erfolg. Die Zielsetzung ist dauerhaft zukunftssicher definiert, so dass nicht immer neue Anpassungen erforderlich sind (wie dies z.B. bei den ständigen Novellierungen der Wärmeschutz- und Energieeinsparverordnungen der Fall ist).

  • Energie- und Ressourceneffizienz
  • Zukunftsorientierten Energieversorgung mit regenerativen Energien
  • Nachhaltiger Lebenstil

Welchen Stellenwert kann das Passivhaus für die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft leisten? In der 2000-W-Gesellschaft stehen für das Wohnen (eine mit der heutigen Situation vergleichbare Aufteilung der Verbrauchssektoren vorausgesetzt) 96 kWh/m²a Primärenergie zur Verfügung. Der bislang verwendete Primärenergiekennwert von 120 kWh/m²a kann jedoch dann weiterverwendet werden, wenn darin künftig auch der Herstellungsenergieaufwand (Herstellung der Baustoffe, Transport, Baustellenbetrieb, Planungsaufwendungen, Wartung, Instandsetzung, Ersatzmaßnahmen) miteinbezogen wird.

Die so errichteten (bzw. sanierten) Passivhäuser müssten dann zu ¾-tel mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Das Anforderungsniveau an Gebäude in der 2000-W-Gesellschaft ist somit deutlich höher, als beim Passivhausstandard bislang gefordert.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Quelle:Novatlantis
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